6-monats Bericht Teil I: Wohnsituation

unsere Straße
unsere Straße

Jetzt ist schon (mehr) als die Hälfte meines Freiwilligen Dienstes vorüber. Mittlerweile bin ich schon wieder ein paar Mal umgezogen, Carnaval ist vorbei und der Sommer auch (es Regnet). Mein Freund war mich über Weihnachten besuchen und wir sind zusammen etwas durch Bahia gereist, ganz entspannt ohne den Stress alles gesehen haben zu müssen, da ich ja 2007 schon in Rio und den ganzen anderen Städten, wo man einmal gewesen sein muss, war.

Aber die Ferien kommen mir schon wieder so lange her vor. Heute Nachmittag ist der zweite Teil unseres Midstay-camps, das leider bist jetzt nicht so besonders war.

 

 

3 meiner Mitbewohner (Xande, Paula, Ricardo)
3 meiner Mitbewohner (Xande, Paula, Ricardo)

 

Die Wohnsituationen

 

Momentan wohne ich in einer Republica (eine WG) zusammen mit 4 Brasilianern, einem Iren und teile mir mit Paulina, einer anderen ICJA-Freiwilligen, ein Zimmer.

Das lustige ist, das ich jetzt wieder in der gleichen Straße wohne wie am Anfang, nur ein paar Häuser den Hügel abwärts.

Es ist sicher die beste Wohnsituation, die ich bis dato hatte. Vorher habe ich noch bei einer richtigen Familie gewohnt. Allerdings musste ich mir mein Zimmer mit der           92-jährigen Oma teilen, die Nachts oft wach war, herumgelaufen ist und in einen Eimer gepinkelt hat. Mein Hauptproblem war anfangs, dass ich nicht schlafen konnte (selbst mit Ohrstöpsel) und mit der Zeit haben sich auch etliche Differenzen zwischen mir und der Gastmutter aufgetan, also hieß es „ich muss raus“. Zuerst sah es aus, als würde ich noch lange dort vor mich hinvegetieren, da angeblich wegen Carnaval keine Familien gefunden werden konnten, doch dann ging plötzlich alles ganz schnell.

Mit meiner neuen „Familie“ der Band ReLOVEution, haben wir eine super Zeit über Carnaval verbracht und auch jetzt gehen wir gerne zusammen weg. Auch z.B. essen wir wenn es geht zusammen Mittag, was in Brasilien nicht unbedingt selbstverständlich ist. Aber genau hier liegt ein Problem, wie ich gestern herausgefunden habe. Die Leiterin von ABIC-Salvador hat ihnen wohl gesagt, dass wir alles Essen zahlen würden und sie für nichts aufkommen müssten, was ein eindeutiger Vertragsverstoß ist. Wie wir das natürlich in der Praxis regeln würden, ob wir auch Essen kaufen oder nicht, ist eine andere Geschichte, aber dass beim Unterbringungen suchen gesagt wird wir würden alles Essen zahlen, geht nicht.

So gibt es scheinbar immer Probleme mit der Organisation…

 

Die Hängematte
Die Hängematte

Leider habe ich auch seit 3 Tagen kein Bett mehr. Das gehörte einem Bekannten der WG und der wollte es wieder haben um bei sich 4 Freiwillige unterzubringen… ob ABIC wohl weiß, dass sie mir indirekt mein Bett klauen? Meine „Familie“ will mir bald ein neues Bett besorgen und ich schlafe momentan in der Hängematte oder in Paulinas Bett.

Aber trotz fehlendem Bett hoffe ich, dass ich bis August hier bleiben kann und nicht noch ein paar Mal umziehen muss (leider wurde schon angedeutet, dass wir hier nicht ewig bleiben dürfen) Den Jungs wäre es recht, alles hängt von ABIC ab. Das ständige Umziehen lässt einen nie zur Ruhe kommen und hier verstehe ich mich mit allen, sogar die Nachtbarschaft ist toll, warum noch einmal woandershin.

 

Hoffentlich…

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