3-monats Bericht IV: Alltag

Um den Bericht nicht so negativ zu beenden berichte ich noch im Schnelldurchlauf von einem normalem Tag, bzw. Woche.

 

 

Der Alltag

 

Ich stehe jeden Tag um 7 Uhr auf, springe zum ersten mal unter die Dusche und beginne meinen Tag gemütlich mit Cornflakes (unbrasilianisch) und einer digitalen deutschen Zeitung (unbrasilianisch). Dann bin ich die letzten 2 Monate jeden morgen ca. 10 Minuten an der Strandpromenade entlang zu meiner Bushaltestelle gelaufen, was mir sehr fehlen wird, da es den Tag sehr gemütlich anfangen lässt.

Viel zu oft musste ich mich leider dabei beeilen, da mein Bus normalerweise um 8:05 an meiner Bushaltestelle vorbeifährt, was noch viel öfter dann doch nicht der Fall war…

Je nachdem ob ich diesen Bus bekommen habe oder einen späteren, bin ich nach ca 40 Minuten Busfahrt viel zu früh oder gerade noch so pünktlich am Projekt und beginne meinen Tag erst einmal damit dass ich mich im Voluntariado (die Freiwilligenverwaltung) bei Salma anmelde und dann zusammen mit Leo rüber zu Dora ins anderen Büro gehe um dort unsere Ausweise und Essenskarten abzuholen. Dort dürfen wir natürlich nicht ohne Cafe wieder gehen (auch wenn dieser erst noch gemacht werden muss).

Sind wir dann „endlich“ in der Brinquedoteca im dritten Stock angekommen beginnt der Tag oft mit wenig Arbeit da die Kinder erst tröpfelnd hoch kommen. Die Zeit vertreibe ich mir momentan indem ich ein Schachspiel bastele, mit dem Ziel das Spiel ein paar der Kinder beizubringen. Sonst werden neue Jongliertricks ausprobiert oder andere Ideen ausgetauscht und vorbereitet. An manchen Wochentagen gibt es außerdem eine Arbeitsgruppe mit den Müttern oder sonstige Arbeiten zu erledigen.

Punkt 12 werden wir unten im Büro zum Mittagessen gehen erwartet. Das Essen in unserem Projekt ist wirklich sehr reichlich und oft auch sehr gut. Hinzukommt dass, wir von allen Seiten bemuttert werden und z.B. Dora oft noch Dinge von zuhause mitbringt die wir natürlich probieren müssen. Wir essen eigentlich immer mit den Mädels aus dem Büro. Das sind Dora (Mama aller Freiwilligen), Carla, Salma (die eigentliche Leiterin der Freiwilligen) und Luanna (bei ihr wohne ich seit gestern vorübergehend). Nach einem weiterem Cafezinho und einer Pause von ca. einer Stunde begeben wir uns wieder hoch in den dritten Stock.

 

Dort ist nachmittags meist mehr Action geboten und ich verbringe den restlichen Tag damit zu puzzeln, Domino zu spielen, ab und zu jemandem Jonglieren beizubringen oder schüchterne Kinder dazu zu ermutigen doch etwas zu Malen oder mit mir zu spielen. An manchen Tagen basteln wir mit einer Gruppe etwas.

 

Um 5 Uhr habe ich Feierabend und je nach Wochentag begebe ich mich nach Hause, in den Tanzkurs (mit Luanna) oder zum Capoeira.

Sonst sollte man natürlich Hausarbeit nicht außen vor lassen (Wäsche waschen, ab und zu mal Kochen, putzen, aufräumen) und am Wochenende wird weggegangen oder am Strand gesonnt.

Außerdem haben wir jeden Mittwoch Portugiesischunterricht und den Rest des Tages frei, was sich anbietet um Besorgungen zu machen.

 

 

 

Soweit von mir aus Salvador – Brasilien.

 

Mit sonnigen Grüßen

Anna

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Kommentare: 1
  • #1

    Na endlich, vril hien oder her, (Mittwoch, 01 Dezember 2010 14:54)

    hab schon gar nicht mehr von neuen infos tràumen kònnen. wie auch immer. fest steht das ich dich sehr vermisst hab seit der letzten begegnumg.warum in aller welt doch kein fuktionàr fùr dein internet aufzutreiben wàhre, kam mir òffters in den kopf. Auserdem macht mir deine Post, manchmal sehr arg zu spùhren welch glùck man haben muss in einer dieser art gemeinschaft seine Zeit zu leben. Auch wenn fùr meinen geschmack eher zu viel starrheit den Tag durchzieht.
    Aber wer kennt den auch deine Zeit dort zu schàtzen? Nur du selber.Mòge dir alles gut sein.
    Gruezze vom roten meer und meiner wg vom Strand, soll ich dir auftragen herzallerliebst bewundernd und umarmend Anton